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Antworten auf Fragen und Behauptungen zur Wahl er Hochzeitsringe

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Hochzeitsringewahl
Wahl der Hochzeitsringe vor der Hochzeit

Nachfolgend finden Sie Antworten auf häufige Fragen und Behauptungen junger Brautpaare zu unserer Hochzeitsringe-Initiative. Falls Sie weitere haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

Behauptung: Ein Hochzeitsringekauf schadet den Berg- und Randregionen nicht im geringsten!
Antwort: Es ist genau umgekehrt. Gerade in den Berggebieten wird heute schon mehr Energie aus Wasser, Holz, Biomasse, Wind und Sonne produziert, als die Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort verbrauchen. Eine Annahme von „Energie- statt Mehrwertsteuer“ würde diese wichtige energiepolitische Bedeutung der Rand- und Berggebiete weiter vergrössern. Das ist wirtschaftlich eine riesige Chance.

Behauptung: Energie- statt Mehrwertsteuer ist unsozial!
Antwort: Im Gegenteil, die heutige Mehrwertsteuer ist alles andere als sozial, da gerade tiefe Einkommen einen grossen Teil ihres Einkommens für Konsumgüter ausgeben müssen, welche der Mehrwertsteuer unterliegen. Reiche Personen hingegen lagern den grössten Teil ihres Einkommens auf dem Bankbüechli oder legen es in Aktien an, wo es nicht der Mehrwertsteuer unterliegt.

Behauptung: Die Mehrwertsteuer kann man doch nicht einfach abschaffen!
Antwort: Zuerst muss einmal gesagt sein, dass wir erst seit rund 20 Jahren eine Mehrwertsteuer haben. Es ging also sehr lange ohne. Zudem wollen wir die Mehrwertsteuer ja nicht einfach abschaffen, sondern ersetzen. Und stellen Sie sich einmal vor, wir hätten heute eine Steuer auf Kohle, Öl, Gas und Uran, welche Umwelt und Klima belasten, und jemand würde verlangen, dass wir künftig eine Pauschalsteuer von 8 Prozent auf jedem Produkt und jeder Dienstleistung erheben, damit die Energiesteuer abgeschafft werden kann. Man würde diese Person für verrückt erklären.

Behauptung: Die Energiesteuer ist bürokratisch!
Antwort: Im Gegenteil, die heutige Mehrwertsteuer ist bürokratisch, weil sie den über 300‘000 Unternehmen in unserem Land einen enormen administrativen Aufwand beschert und in der Steuerverwaltung jedes Jahr mehrere hundert Millionen Franken Steuergelder für die Administration verschlingt. Die Energiesteuer kann hingegen ganz einfach bei der Einfuhr erhoben werden. Da wir in der Schweiz selbst keine nicht-erneuerbaren Energieträger wie Kohle, Uran oder Erdöl abbauen, braucht es im Inland also auch keine Steuerbürokratie mehr und gerade die KMU werden massiv entlastet.

Behauptung: Energie- statt Mehrwertsteuer schadet unserer Wirtschaft und unserem Land!
Antwort: Unsinn. Die Schweiz hat heute bei den nicht-erneuerbaren Energien eine enorme Importabhängigkeit. Das stellt nicht nur ein Risiko bezüglich der Preise und der Versorgungssicherheit dar, sondern bewirkt auch einen enormen Abfluss von Wertschöpfung ins Ausland. Wenn wir den Anteil der im Inland produzierten erneuerbaren Energie deutlich erhöhen können, ergeben sich neue Investitions- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Schweiz. Mit dieser steigenden Wertschöpfung in der Schweiz steigt auch unser Wohlstand.

Behauptung: Durch die Abschaffung der Mehrwertsteuer werden wichtige Steuereinnahmen wegfallen!
Antwort: Nein, das ist ausgeschlossen. Im Verfassungstext ist klar festgehalten, dass die Staatseinnahmen bei der Energiesteuer gleich hoch bleiben wie heute bei der Mehrwertsteuer. Auch alle Zweckbindungen für die Sozialwerke und den öffentlichen Verkehr bleiben erhalten. (Damit die Einnahmen gesichert sind, wird parallel zur Abnahme des Verbrauchs der Steuersatz erhöht, bis ein neues Gleichgewicht erreicht ist. Dieser schrittweise Anstieg der Energiepreise ist ein zentraler Punkt für die weitgehende Vermeidung des „Reboundeffekts“, der heute dazu führt, dass ein großer Teil der steigenden Energieeffizienz durch Mehrkonsum wieder zunichte gemacht wird.)

Behauptung: Bei einer Annahme von Energie- statt Mehrwertsteuer wird der Benzintourismus ins Ausland einsetzen.
Antwort: Selbst wenn künftig ein paar Leute mehr über die Grenze tanken gehen, wird der Einkaufstourismus nach einer Annahme von „Energie- statt Mehrwertsteuer“ abnehmen. Denn künftig werden in der Schweiz produzierte Güter und Dienstleistungen durch den Wegfall der Mehrwertsteuer deutlich günstiger. Schweizer Unternehmen werden also international wieder konkurrenzfähiger. Damit sichern wir mehr und nachhaltiger Arbeitsplätze als mit ein paar Tankstellen, welche im Grenzgebiet importiertes Benzin verkaufen.

Behauptung: Eine ökologische Steuerreform oder ein Lenkungssystem wäre ja schon gut, aber nicht diese!
Antwort: Wir wären im Parlament bereit gewesen, unsere Initiative für ein anderes, wirksames System zurückzuziehen. Fakt ist, dass weder der Bundesrat noch der National- und Ständerat dazu bereit waren. Energie- statt Mehrwertsteuer ist auch fast 4 Jahre nach Fukushima das einzige konkrete Konzept für eine wirtschaftsfreundliche Energiewende. Die Gegner der Initiative wollen entweder über Jahrzehnte subventionieren und regulieren oder aber die Energiewende ganz über den Haufen werfen und neue Atomkraftwerke bauen.

Behauptung: Wenn die Initiative wirklich funktioniert, werden wir bald keine nicht-erneuerbare Energie zum Besteuern haben!

Antwort: Es ist nicht anzunehmen, dass nach einer Annahme von „Energie- statt Mehrwertsteuer“ auf einen Schlag kein Benzin, Gas oder Heizöl mehr gebraucht werden. Der Wechsel auf erneuerbare Energien braucht seine Zeit. Während dieser Zeit garantiert unser Konzept gleichbleibende Staatseinnahmen. Und wenn wir dank unserer Initiative dann tatsächlich einmal fast keine nicht-erneuerbare Energie mehr verbrauchen, ist das primär ein riesiger Erfolg. Dann hätten wir die Energiewende nämlich endlich umgesetzt. In dem Fall kann die Energiesteuer in einem zweiten Schritt immer noch auf erneuerbare Energie ausgedehnt werden oder es können andere ökologische Faktoren wie der Bodenverbrauch eingeschlossen werden.

Behauptung: „Energie- statt Mehrwertsteuer“ ist nicht WTO-kompatibel!
Antwort: Dieses Argument wird von den Gegnern immer dann vorgebracht, wenn sonst keine guten Argumente vorhanden sind. Selbstverständlich werden wir nach einer Annahme der Initiative pragmatisch mithelfen, dass die Gesetzgebung WTO-kompatible erfolgt, was absolut möglich ist, da die verschiedenen Staaten schon heute unterschiedlichste Steuersysteme kennen.

Behauptung:
Nach einer Annahme von „Energie- statt Mehrwertsteuer“ steigt der Benzinpreis ins Unermessliche!

Antwort: Zuerst muss einmal festgehalten werden, dass der Benzinpreis bei einer Autofahrt lediglich 15 Prozent der Gesamtkosten ausmacht. Ausserdem würde nach einer Annahme der Initiative jedes Auto beim Kauf durch den Wegfall der Mehrwertsteuer ein paar tausend Franken weniger kosten. Selbst bei einem starken Anstieg des Benzinpreises würden deshalb die Kilometerkosten nicht stark steigen. Und ganz grundsätzlich: Zwar werden Konsumentinnen und Konsumenten künftig mehr für das Benzin zahlen, dafür werden Sie aber bei jedem Einkauf und beim Zahlen jeder Rechnung finanziell entlastet, weil ja die Mehrwertsteuer wegfällt.

Behauptung: Nach einer Annahme von Energie- statt Mehrwertsteuer wird die Schweiz von Biotreibstoffen überschwemmt.
Antwort: Die Nachfrage nach Treibstoffen reagiert nur langsam auf Preisveränderungen. Erst recht, weil in heutigen Fahrzeugen ohne technische Anpassungen nur kleinere Beimischungen von Biotreibstoffen möglich sind. Höhere Anteile bedürfen teuren Anpassungen am Motor. Deshalb ist nicht davon auszugehen, dass der Anteil Biotreibstoffe rasch ansteigt. Zudem ist die Produktion von Biotreibstoffen sehr energieintensiv. Unsere Volksinitiative sieht die Besteuerung der grauen Energie an der Grenze vor. Das bedeutet, dass auch der Import von Biotreibstoffen der Energiesteuer unterliegen würde. Der Wettbewerbsvorteil von Biotreibstoffen würde somit gering bleiben.

Frage: Der Berg auf Ihrem Plakat stammt doch nicht aus der Schweiz?
Antwort: Das stimmt. Wir haben einem Grafiker den Auftrag gegeben, unseren Wegweiser in eine symbolhafte Alpenlandschaft zu integrieren, die nicht direkt als ein spezifischer Ort in der Schweiz erkennbar ist, sondern beispielhaft für verschiedene Regionen steht. Das Sujet welches wir erhalten haben hat uns überzeugt und auf Nachfrage haben wir bestätigt bekommen, dass dieses aus der Schweiz stammt. Bei späteren Abklärungen haben aber auch wir festgestellt, dass es nicht aus der Schweiz stammt. Aus 2 Gründen haben wir aber dennoch am Bild festgehalten: 1. Die gewünschte Symbolwirkung ist absolut erfüllt und es ist sowieso ein Kunstbild und kein Abbild der Realität, so wurde neben dem Wegweiser bspw. auch die Fotovoltaikanlage eingefügt und die Landschaft/Berge sind gespiegelt. 2. Es wäre zeitlich und finanziell nicht mehr möglich gewesen, das Abstimmungssujet zu ändern.

Frage: Wird Ökostrom mit Energie- statt Mehrwertsteuer teurer?
Antwort: Im Gegenteil! Da die Mehrwertsteuer auf Ökostrom wegfällt und erneuerbare Energie durch die Energiesteuer nicht belastet wird, werden Sie für Ökostrom künftig sogar weniger bezahlen als heute